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Radon-Gas - gefährlicher als Passivrauchen?

Radon ist ein radioaktives chemisches Element und kommt überall in der Umwelt vor. Radon entsteht durch den radioaktiven Zerfall von überall in vielen Gesteinsarten enthaltenem natürlichen Uran.
In Deutschland ist die Radonkonzentration in unterschiedlichen Gegenden unterschiedlich hoch. Am höchsten ist die Konzentration von Radon in bestimmten Gegenden von Bayern. Hier findet man in einigen Regionen eher Granitböden, diese haben einen höheren Radongehalt.


Radon, ein radioaktives Edelgas kann man weder schmecken, riechen, sehen oder sonst wahrnehmen.
 

Wie gelangt Radon ins Haus?

Radon ist ein sogenanntes mobiles Gas, es entweicht aus dem Boden z.B. in die Außenluft. Hier wird es in der Regel so verdünnt, dass keine unmittelbare Gesundheitsgefahr besteht.

Anders sieht es aber in Wohnungen aus, hier kann das Radon durch undichte Stellen, Rohre, Schächte im Keller ins Haus gelangen und sich hier verdichten.

So ist in der Regel die Radonkonzentration in Gebäuden in den Untergeschossen am höchsten. Gelangt das Radon dann in die oberen Stockwerke, so ist hier die Radonkonzentration geringer, aber immer noch höher wie in der umgebenden Außenluft.

Die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs - Radon!

Je höher die Radonkonzentration in Aufenhaltsräumen ist und je länger man dem Radon ausgesetzt ist, um so höher ist das Risiko für eine Lungenkrebserkrankung.

In einer EU-Studie wurden Daten aus 9 Ländern ausgewertet. Hierbei wurde festgestellt, dass ca. 9% aller   Lungenkrebstodesfälle durch Radon in Wohnungen oder sonstigen Aufenthaltsräumen verursacht wurde.

Das eingeatmete Radongas an sich ist nicht schädlich. Gefährlich sind die Zerfallsprodukte wie Polonium 214 und 218. Polonium ist ein Schwermetall welches sich in kleinsten Teilen in der Lunge ablagert und dort Zellen schädigt und zur Entstehung von Lungenkrebs führen kann.

In Deutschland sterben ca 2000 Menschen jedes Jahr an den Folgen des durch Radon verursachten Lungenkrebs.

Radon-Messung

Die Radonkonzentration kann in Räumen stark schwanken, je nach Jahreszeit oder Tageszeit. Eine verlässliche Aussage über die Konzentration von Radon kann deshalb nur über eine Langzeitmessung der Werte erfolgen.

Die WHO empfiehlt, einen Mittelwert von 100 Becquerel im Jahresmittel nicht zu überschreiten.


Radon sollte man sich nicht unnötig aussetzen, deshalb sprechen Sie uns an. Wir messen zuverlässig die Radonkonzentration in Ihren Gebäuden und können Sie bei Bedarf ausführlich über die erforderlichen Massnahmen gegen das Einströmen von Radon ins Gebäude beraten.

Weiterführende Informationen über Radon auf der Webseite des Bundesamt für Strahlenschutz
www.bfs.de